Segelkurse und Segelscheine an der Müritz

Nachhaltiger Wassersport

Als ein Unternehmen, das überwiegend Outdoor-Dienstleistungen anbietet, achten wir in besonderem Maße auf ein rücksichtsvolles Verhalten in der Natur.

Von März bis November bewegen wir uns täglich ca. 8 Stunden an und auf dem Wasser. Wir genießen dabei das Privileg, die Jahreszeiten und Witterungen in ihrem Wandel beobachten zu können und die damit einher gehenden natürlichen Veränderungen der Ufer und Gewässer zu erleben. Sekündlich fast zeigt uns die Natur ein anderes Gesicht. Wahrscheinlich ist diese Erlebniswelt der Hauptgrund, warum es unserer Segelschule seit über 50 Jahren gelingt, engagierte Mitarbeiter und Ausbilder langfristig an sich zu binden. Idealisten gibt es in jeder Generation.

Gerade, weil wir so intensiv in der Natur arbeiten, ist es uns unmöglich, die Veränderungen der Natur in den letzten Jahren zu übersehen. Es ist nicht mehr zu bestreiten, dass die Natur im Wandel ist. Wir erleben diesen Wandel und seine Folgen täglich und müssen uns damit auseinander setzen.

Die Müritz hat in den letzten drei Jahren rund einen Meter Wasser verloren, bei einer durchschnittlichen Wassertiefe von ca. zehn Metern. Das heißt, dass dieses riesige Gewässer die gewaltige Wassermenge von 10% nur durch Verdunstung und fehlende Niederschläge eingebüßt hat. Extrem heiße Sommer und fast niederschlagsfreie Winter belasten Deutschlands größtes Binnengewässer so stark, dass in einigen Bootshäfen ganze Liegeplatzpartien unbenutzbar sind. Da die Müritz keine nennenswerten Zuflüsse hat, sie ist eine Wasserscheide, ist sie existenziell auf einen intakten Wechsel zwischen trockenem und feuchtem Wetter angewiesen.

Segeln oder eine Segelschule sind an sich keine großen Belastungsfaktoren für die Umwelt. Aber wir wollten noch einen Schritt weitergehen. Zunächst haben wir vor drei Jahren begonnen, die PS-Leistung unserer Verbrennungsmotore abzusenken, indem wir neue und kleinere angeschafft haben. Im letzten Jahr haben wir dann mit der Umrüstung aller unserer Mietboote begonnen und diese von Verbrennungs- auf Elektroantriebe umgestellt.

Als Ergebnis dieser Bemühungen können wir mit Stand November 2019 feststellen, dass wir ohne Einschränkung im Schulungsprogramm die Gesamt-PS-Leistung unserer Verbrennungsmotore im Bootspark auf 72 PS reduziert haben. Die Angabe umfasst alle Standorte einschließlich Frankreich und gilt für rund 25 Segel- und Motorboote. Die letzten Verbrennungsmotore dienen an Begleit- und Sicherungsfahrzeugen, weil es für diese Aufgaben noch keinen technisch geeigneten und wirtschaftlichen Ersatz gibt.

Unseren Kunden bieten wir zusätzlich an, während ihrer Teilnahme an unseren Kursen Fahrräder aus unserem Bestand für ihre Wege in den Ferien zu nutzen.

Unser nächstes Ziel ist die CO2-neutrale Wassersportschule.

Wir haben uns dazu unter Vermittlung durch die IHK zu Rostock fachlichen Rat aus dem Umweltministerium in Schwerin eingeholt. Ein sehr engagiertes Team hat sich für uns bei einem Vor-Ort-Termin nicht nur sehr viel Zeit genommen, sondern uns auch geeignete Wege aufgezeigt, wie wir unsere Umweltbilanz so verbessern können, das unser Ziel in greifbare Nähe rückt.

Etwas Weg haben wir noch vor uns, aber wir bleiben engagiert.